Hyperaktivität beim Kind erkennen

Hyperaktivität wurde bei uns in der Familie ein Begriff, seit mein ältester Sohn die Schule besucht. Ab wann ist ein Kind Hyperaktiv? Wie oft habe ich mir diese Frage gestellt!Woran genau erkennt man das? Wir haben das Internet hoch und runter recherchiert. Blätter mit Tests ausgedruckt, Ärzte besucht  und und und…. Das ganze Programm eben.

Bei der Einschulungs-Untersuchung, sagte mir der Schularzt. Ihr Kind ist lebhaft, mehr nicht! Ich fragte nach und er meinte. Eine Hyperaktivität kann er nicht erkennen. Und da war es, dieses Wort “Hyperaktivität”. Sonst habe ich das nur ab und an mal in den Medien gehört und mich aus Interesse damit befasst. Ich hatte nicht geahnt wie sehr mich dieses Thema noch beschäftigen wird. Mein Kind war sehr aktiv, rennen, Fahrrad fahren, mal hier und mal dahin, unkontrollierte Zusammenstöße–> mangels Aufmerksamkeit usw. Aber das kannte ich ja nur zu gut. Ich bin in meiner Kindheit auch durch die Gegend gelaufen und hab meine Eltern nicht gesehen, obwohl sie direkt vor mir standen.  Ich weiß, das ich mich auf andere Dinge konzentriert habe. Der Eisladen 10 Meter weiter z. B. 🙂 Da war immer was los, was interessierten mich die Menschen neben mir *gg*. Und so kam es das ich manche Verhaltensweisen meines Kindes als normal einstufte. Es war kein Drama wenn mein Kind mal unkonzentriert war, mit den Gedanken woanders unterwegs – ist das nicht normal und passiert dies nicht heute noch  auch Menschen die schon Erwachsen sind?

Doch schwupp di wupp, in der Schule ging es erst richtig los. Da kamen die Lehrer auf mich zu und erzählten mir so einige Sachen. Er würde nicht still sitzen bleiben… zu Hause vor dem Fernseher wäre das aber gut gegangen!!! Stundenlang !! Wenn man es erlaubt hätte! Ich kannte ein anderes Kind, von Freunden. Die sagten das Ihr Kind Hyperaktiv ist. Der Junge mochte Fußball. Sie machten den Fernseher an und es lief ein Fußballspiel. Der Kleine rannte zum Fernseher und dann wieder nach draussen, dann wieder rein und dann wieder raus. Immer und immer wieder. Ja – da sah man, er ist eindeutig Hyperaktiv. Gefahren sind für solche Kinder, in diesem Fall zumindest, nicht gegenwärtig. Ich habe es persönlich miterlebt und bin ständig an seinen Fersen geblieben um eingreifen zu können. Seine Eltern haben die Pause genossen.  Doch die Hyperaktivität wirkt sich nicht immer gleich aus. Mangelnde Informationen dazu sind ein Riesen-Problem für betroffene Familien. Nicht einmal so manch ein Kittel in weiß konnte uns helfen.

Es gibt ein kleines Büchlein, welches wir empfehlen können Hyperaktivität – Warum Ritalin keine Lösung ist: Gesunde Strategien, die wirklich helfen Eines sollte Eltern die den Weg ohne Medikamente gehen wirklich klar sein.

Dieser Weg bedeutet einen großen Kraftaufwand und er wird nicht leicht. Es kann sein, das Sie fremde Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Und – man kann nichts dagegen machen wenn das Kind in die Schublade Hyperaktiv gesteckt wird. Besserung tritt eventuell erst nach langer Zeit ein.

Uns sagte nach etlichen Untersuchungen ein Arzt die niederschmetternde Diagnose. Ihr Kind ist Hyperaktiv. Das Kind soll auf Medikamente eingestellt werden und wir beginnen. In dem guten Glauben, das die Diagnose stimmt. Kaum 3 Tage sind vergangen, da flippt unser Junge regelrecht aus. Wird aggressiv das uns Angst und Bange wird und macht Dinge die jenseits von eigener Kontrolle sind. Nachdem wir den Beipackzettel studiert haben, war der Entschluss klar. Keine Medikamente mehr und erst Recht keine Versuche anderer. Ich möchte klar ausdrücken, das diese Entscheidung aus eigener Erfahrung dieser individuellen Situation getroffen wurde. Manche anderen Kindern kann das Medikament durchaus helfen!

Wir haben unsere Ernährung umgestellt. Konzentrationsfördernd ist das Naturprodukt Ginko. Da wir einen Ginko-Baum haben, machen wir aus den Blättern  Tee. Ginko ist absolut natürlich und schadet nicht. Keine Nebenwirkungen! Kamillentee wird ja auch aus pflanzlichen Teilen gewonnen 🙂 wichtig ist es auf einen ausgeglichenen Vitaminhaushalt zu achten. Bisher hat, bei uns zu dieser Zeit, noch kein Arzt nach Mangel an Vitaminen geforscht! Dies kann sich schon ziemlich bemerkbar machen. Der Tagesablauf von Morgens bis Abends ist komplett durchplant. Diese Routine hilft nicht nur den Kindern 😉 !

Heute ist das so, das wir vereinbart haben, das wenn er “hibbelig” ist, eben eine Runde Fahrrad fährt. Oder eine Runde rennen. Zum Sportplatz hin oder zurück. Wie er mag. Wenn ein Kind den ganzen Tag ruhig sein muss, dann staut sich die Energie auf. Kinder müssen altersgerecht gefordert werden. Nach der Schule ist eine Halbe Stunde Pause Pflicht! Da kann er schlafen *gg*, lesen, draussen herumtoben –> was er eben mag! In dieser Zeit wird essen vorbereitet. Wenn das erledigt wurde und er gegessen hat, dann geht es an die Hausaufgaben. Sind die fertig, hat er Freizeit bis um ca. 18 Uhr. Ist er bei Freunden darf er bis 19 Uhr weg sein. Um 18 Uhr wird gemeinsam warm gegessen, Abendbrot. Seine Zu-Bett-geh-Zeit ist um 21 Uhr. Ausflippen, frech sein, Vorlaut werden bedeutet Konsequenzen! Klare Regeln in der Familie und strikte Einhaltung sowie ein strukturierter Alltag bieten dem Kind Sicherheit und Vertrauen.

Schreibflink

About Schreibflink

Mein Name ist Kerstin und ich bin Mutter von 3 Kindern. Hier findet Ihr Tipps und Ideen, Ratschläge um jeden Themenbereich in welchen Kinder involviert sein können. Ratschläge die realisierbar sind, nicht immer ins Detail gehen aber Gedankenansätze für Möglichkeiten bieten.

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