Süßen mit Xylit – der Spaß hat erst angefangen

Das ist kein Scherz 🙂 Uns macht das Süßen und Herumexperimentieren mit Xylit-Zuckeraustauschstoff Spaß. Wir kochen Sirup ein, machen aus den dazu verwerteten Früchten Marmelade und um Geld zu sparen sind noch Gummibärchen und Schokolade dran. Warum? Ganz einfach. Schaut mal im Internet wie viel eine 45 G ramm ( !!!!!….) Tafel Schoki kostet, bei welcher Xylit oder auch Malatit verwendet wird.

Es gibt kaum noch Lebensmittel die nicht gezuckert sind. Und das fördert immens die Bildung von Karus und Baktus. (Karies) Ja, man kann es kaum noch hören, aber leider ist dies eine leidvolle Erfahrung. Wir kochen gesund, essen mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, verwenden Vollkornprodukte, essen Obst und Gemüse, aber um das Thema Zucker und was dieser bewirkt haben wir uns so gut wie kaum Gedanken gemacht. Unsere Zahnärztin hat uns einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gegeben.

Na klar, es ist ja auch verwunderlich, wenn im Belohnungskörbchen für Kinder eine kleine Tafel Schoki liegt, die der kleine Fratz auch noch direkt nach der Behandlung vernaschen darf. Wir fragten uns was das soll und kamen dann mit ihr ins Gespräch. Es ist schon erstaunlich, dass es diesen Zuckerausstauschstoff schon seit 1950 geben soll und sich niemand dafür begeistern möchte. Ja gut, es mag schon sein, dass er etwas teurer ist als der normale Zucker – okay, dass wird wohl letztendlich auch der Grund sein. Anders widerum essen wir Bio-Gemüse, Fairtrade, direkt vom Bauern, oder Marke statt NoName und alles ist teurer weil gesünder oder besser. Dann kann man wohl auch mit teurerem aber gesunden Zuckerersatz süßen.

Wenn man beginnt auf Xylit-Zucker umzustellen, dann ist es wichtig zu wissen, dass überaus große Mengen abführend wirken können. Aus diesem Grund sollte man mit kleinen Dosen anfangen.  Haben wir gemacht und bisher hatte noch keiner eine Dauersitzung auf dem Ört´chen.

Xylit kann von den Bakterien im Mund, die den Karies unterstützen, nicht verstoffwechselt werden. Aus diesem Grund sterben Karus und Baktus den jämmerlichen Hungertot und wir sind frei von kleinen bösartigen schmerzenden Löchern. Positiv wirkt sich Xylit auch auf das Zahnfleisch aus. Es braucht nicht auf Süßes verzichtet zu werden. Das ist doch toll ! 🙂

Zu jedem Pro gibt es in der Regel ein Contra. Ich persönlich habe nicht herausgefunden, ob es etwas gibt was wirklich gegen die dauerhafte Verwendung von Xylit spricht. Unsere Zahnärztin hat uns zukünftig eine gesündere Mundflora vorausgesagt. Ich hab unsere Suchmaschine mit Fragen und Stichworten bezüglich des Themas gequält, sie hoch und runter durchgelesen und nichts umstrittenes oder negatives gefunden. Das was den Unterschied wirklich ausmacht ist eben der Preis.

Es gibt bisher Zwei mir bekannte Arten von Xylit-Zucker ( sag ich jetzt mal so). Zum einen der aus finnischen Birken gewonnene und zum anderen aus Mais. Mittlerweile gibt es diesen in Form von Pulver und auch grobkörnig, so wie normaler Zucker. Wir haben uns für grobkörnigen entschieden. Ohne tiefere Beweggründe.

Hier ein Link für Euch um die Suche zu erleichtern 🙂 Das Xylit aus Birkenholz, welches wir bevorzugt verwenden.

Xucker – finnisches Xylit 1kg Dose

Hier ein weiterer Link für Euch. Es handelt sich um Xucker -> Xylit aus Mais hergestellt. Es ist eine etwas preiswertere Alternative.

Xucker grobkörniges Xylit in einer Box 4,5 kg

Trotz der Verwendung werden wir weiterhin normal gezuckerte Naschereien kaufen und essen. Nur essen wir eben weniger davon und des öfteren eigene Naschereien unter Verwendung von Xylit, selbst hergestellt. Xylit hin oder her, Zähneputzen muss trotzdem sein.

Bisher haben wir Xylit verwendet bei:

Früchte-Joghurt/ Quarknachspeisen
gekochtem Pudding
dem herstellen von Sirup
dem Herstellen von Marmelade
dem Herstellen von Gummibärchen (noch im Test)
-das herstellen von Schokolade folgt noch

FÜR TIERHALTER ist es wichtig zu wissen, das Xylit für Tiere giftig ist. Die können das nicht vertragen und daran sterben.

Schreibflink

About Schreibflink

Mein Name ist Kerstin und ich bin Mutter von 3 Kindern. Hier findet Ihr Tipps und Ideen, Ratschläge um jeden Themenbereich in welchen Kinder involviert sein können. Ratschläge die realisierbar sind, nicht immer ins Detail gehen aber Gedankenansätze für Möglichkeiten bieten.

5 thoughts on “Süßen mit Xylit – der Spaß hat erst angefangen

  1. […] Unseren Zucker haben wir durch Xylit ersetzt. Den Artikel dazu findet Ihr hier. […]

  2. Noch ein kleiner Hinweis:
    Falls ihr einen Hund habt, lasst ihn nichts mit Xylit fressen. Aufgrund eines ihnen fehlenden Enzyms führt Xylit bei Hunden zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels. Dies gilt auch für Kaninchen, Rinder und Ziegen. Katzen vertragen Birkenzucker problemlos.

    • Schreibflink

      Hallo Elisa,

      vielen lieben Dank für Diesen Hinweis. Ich habe mal über Deine Seite geschaut und werde sie verlinken.

  3. Danja

    Hallo 🙂

    Ich möchte auch gerne selber Sirup herstellen mit Xylit, und wollte mal fragen, ob ihr ein Rezept dazu habt?
    Die Rezepte die ich kenne, verwenden auf 1l Flüssigkeit 1kg (!!) Zucker! Das wird doch mit Xylit schweineteuer? :-p

    Liebe Grüsse
    Danja

    • Schreibflink

      Entschuldige die späte Antwort Danja. Deine Mail war leider im Spam gelandet. Ich hab sie durch Zufall entdeckt, denn eigentlich lösche ich Spam ohne zu schauen.

      Wenn du Sirup mit Xylit machen möchtest, ist es angebracht nicht 1:1 (Xylit/Wasser) sondern 1:3 (Xylit/Wasser) zu verwenden. Xylit löst sich schwer auf, denn es bindet weniger Wasser als Zucker. Dazu kommt, dass bei zu viel Verwendung von Xylit der Sirup wieder kristallin wird. Es wird wieder sichtbar und sackt ab. Selbst mit dem feinkörnigen Xylit ist das so. 🙁 AAber…

      Xylit ist teuer, das stimmt. Wir kaufen uns immer ein 5-kg-Pott und den zu verbrauchen dauert lange an. Gekocht wird mit frischen Zutaten, denn in vielen Lebensmitteln in Dosen ist Zucker enthalten. Auf diese Weise reduziere ich den Verbrauch von normalem Zucker, denn auch meine Kids wollen auf ihre Schoki nicht verzichten.

      Da die Süße von Xylit ausgeprägter als bei Zucker ist, benötigt man weniger davon. Sonst wäre der Sirup wohl unerträglich. 😉 Ich habe über längere Zeit nun schon verschiedene Dinge probiert. Ich war mit meinem Sirup nicht so zufrieden, wie ich es mir erhofft hatte. Da ich das verworfen hatte, kann ich dir leider nicht mit einem Rezept dienen. Ebenso war das Herstellen von Gummibärchen nicht ausreichend erfolgreich.

      Das Süßen von selbst erstelltem Pudding und Joghurt oder Kuchen backen hingegen war super. Nachspeisen süße ich generell nur noch mit Xylit.

      Hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen.

      Liebe Grüße Kerstin

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