Rückenschmerzen in der Nacht

In der Regel merkt man schnell, wann ein Rückenschmerz spürbar wird. Sei es beim Verheben, eine falsche Bewegung, alternativ ein anderer Einfluss, den man eigenständig ausgelöst hat. Das ist die optimale Situation, hier kann der Betroffene aktiv versuchen, den Schmerz zu bekämpfen.

Manche Rückenschmerzen sind krankheitsbedingt. Die Probleme entstehen durch Abnutzung der Wirbel, Fehlstellungen und Unfälle. In einem solchen Fall gibt es eingeschränkte Chancen den Schmerz eigenständig zu beheben.

Es gibt Rückenschmerzen, die sich schleichend entwickeln. Beschwerden, die akut werden, können selten ignoriert werden. Das Feld der Probleme ist vielseitig und umfangreich.

 

Hier in diesem Blog gibt es keine Diagnose und auch kein Ratschlag, der das Problem schlagartig beendet.

Hier findet Ihr meine Gedanken, Erfahrungen und Löungsversuche dazu.

In jüngeren Jahren war ich Rückenschmerzpatient. Was habe ich, in der Zeit von damals zu heute, geändert?

Ich habe begonnen Sport zu treiben. Am Aufbau der Muskulatur habe Ich regelmässig aktiv gearbeitet. Später habe ich mir Fitnessschuhe gekauft, die durch ständige Nutzung widerum verschiedene Muskelregionen gestärkt haben. Sport durch laufen. Perfekt. Mittlerweile ist diese Wirkung “offiziell widerlegt” nunja, mir hat es geholfen. Lag es an dem Umstand, dass ich bewusster gegangen bin?

Meine Matratze habe ich ausgetauscht und die Neue hat mir eine Weile lang ein wunderbares Schlafgefühl vermittelt. Es gab eine lange Phase der Schmerzfreiheit. Vor einigen Wochen hat sich die Situation geändert. Was ist passiert?

Ich hatte mir, nach dem Rasenmähen, einen Nerv eingeklemmt. Kennt Ihr das, es fühlt sich an, als mache es “zink” und ein Schmerz ist spürbar? Meine Vermutung war, dass der Ischiasnerv eingeklemmt ist. Der Schmerz zog bis ins Bein und mich zu bewegen, war streckenweise unmöglich. Sitzen, liegen oder stehen waren ein Drama.

Bevor ich zum Arzt gehe, gebe ich mir in der Regel einen gewissen Zeitraum, um für mich zu schauen, ob sich der Schmerz in den Griff bekommen lässt. Ist nicht die optimale Entscheidung, aber dass bin nunmal ich. Jeder muss für sich entscheiden, wann er was macht. An dieser Stelle: Ich empfehle nicht es mir gleich zu tun!

Ich habe aus persönlicher Umstrukturierung (und daraufhin folgender Faulheit 🙂 sry  – aber es traf halt beides zu) weniger Sport getrieben. Wenn man keinen Sport mehr macht und älter wird, dann merkt man eine Änderung. Selbst wenn sie schleichend kommt! Eigentlich ist Sport unausweichlich, denn vieles wird über die Muskulatur gehalten.

Die Schuhe haben mich genervt (sie sahen auch nicht unbedingt ansprechend aus) und die Matratze war auch nicht mehr so der Hit. Man könnte jetzt denken. Na prima, alles wieder auf Anfang und du bist die Rückenschmerzen wieder los. So einfach ist es leider nicht. Der Schmerz hat sich geändert. Früher hatte ich ihn am Tage. Es gab Probleme beim Bücken, Heben oder unbedachten Bewegungen. Seit geraumer Zeit ist es so, dass ich am Tage schmerzfrei bin und fast alles ausführen kann. Komme ich an Grenzen bemerke ich das durch leichte Schmerzsignale schnell. Gehe ich zu Bett und bin wach, ist auch das kein Problem. Das Einschlafen funktioniert einwandfrei.

Mitten am frühen Morgen (4 Uhr) jedoch werde ich durch einen starken Schmerz im Rücken wach. Ich liege (egal wo ich liege, hab verschiedenen Betten und Positionen ausprobiert) wie angetackert auf meinem Bett. Jede Bewegung wird mit einem sofortigen starken Schmerz unterbunden. Ein ziehender Schmerz wandert von der linken Hüfte ins linke Bein. Anfangs war der Schmerz sehr erschreckend für mich, doch mittlerweile habe ich meine Ideen dazu entwickelt. Und denke mir, so nicht mit mir – jetzt erst Recht. Zuerst einmal bin ich froh, dass ich die Stunden in denen ich schlafen kann, tatsächlich zur Ruhe komme. So bin ich nicht so fertig gerührt. Ein Entlastungskissen habe ich mir aus reiner Verzweiflung ebenfalls besorgt. Eine gute Entscheidung wie ich feststellen durfte. Es hilft wirklich gut. Fragt aber nicht was für ein Akt es war das Kissen in schlimmen Momenten richtig zu positionieren.

Ich habe sogar 2 gekauft. Eines aus stabilem Schaumstoff für zu Hause und eines für Unterwegs. Das Entlastungskissen für unterwegs ist zum aufblasen. Meines ist super in der Qualität, denn es hat kaum Luft verloren und war so stabil genug. Ausgerechnet da wo die Schmerzen begannen, hatte ich einen 3-tägigen Ausflug vor mir. Wer mich kennt, der kann sich denken, dass ich mich nicht unterkriegen lasse!

In erster Linie versuchte ich den Schmerzen mit Schonung zu begegnen.  Alles was ich sonst mache, lief auf halber Kraft. Allerdings habe ich nicht nur im Bett gelegen! Die Bewegungen waren bedachter und überlegter.

Ich machte in schmerzfreien Phasen Dehnungsübungen aus der Physio und leichten Sport. Ich habe sie mir zeigen lassen und führte sie entsprechend aus. In schmerzfreien Phasen klappt das. Sport werde ich später wieder ausführlicher machen!. Allerdings muss erst mehr Stabilität in meinen Körper. Beginnen werde ich mit leichten und kurzen Übungen, welche sich über die Zeit steigern. Aber bis dahin muss ich noch etwas Geduld aufbringen.

In der Zwischenzeit habe ich mir einen Schlafoverall besorgt. Schlafanzug und Nachthemden sind schön, aber verrutschen in der Nacht. Der Rücken liegt frei und kann kalt werden, was die Muskeln zum verkrampfen bringt. Das widerrum verusacht Spannungsschmerzen. Diese möchte ich unbedingt vermeiden. Meine Lösung, nicht schön aber praktisch, ist ein solcher Schlafoverall. Dazu ein Wärmekissen parat halten, so ist Wärme griffbereit. Mir hat Wärme geholfen.

Bei manchen Schmerzen verstärkt Wärme den Schmerz. Deshalb muss jeder auf sein eigenes Körpergefühl achten!

Ich bin ein Freund für natürliche Mittel, welche die Heilung unterstützen. Die chemischen Keulen mit all Ihren Nebenwirklungen möchte ich für mich so lange ausschließen wie es möglich ist. Ich kam beim Googeln auf das Johanniskrautöl. Schwupps und schon beim Eingeben in Amazon fand ich folgendes gut bewertetes Produkt:

Neumond Johanniskrautöl (Rotöl) bio, 100 ml.

Es riecht okay und direkt am ersten Tag verspürte ich nicht sofort eine Wirkung. Man muss realistisch bleiben! Es gibt nur die Schmerzmittel-Chemiekeule die den Schmerz schnell beseitigt. Das kann man bei so einem Öl einfach nicht erwarten. Manche Substanzen brauchen eben Zeit. Ich blieb dabei und im Laufe der nächsten Tage hatte ich das Gefühl einer leichten Besserung.

Es hat mehrere Wochen gedauert bis der Schmerz so gut wie fast vollkommen verschwunden ist. Es gab Höhen und Tiefen. Manche kurzfristige Verbesserungen liessen mich hoffen. Dann gab es Tage die gefühlt die Hölle waren. Ich muss zugeben, dass es grenzwertig war.

Es gab einen Moment in welchem ich kurz davor stand tatsächlich zum Arzt zu gehen, doch direkt an dem Tag, an dem ich los wollte, wurde es besser. Ich gab mir noch 2 – 3 Tage Zeit und bin froh, dass seit diesem Moment die Rückenschmerzen immer mehr verschwunden sind. Ich habe daraus gelernt und mache alles weiter wie bisher.  Wärme, gesunde Ernährung, Sport und eine bedachte Bewegungsweise. Die Sportphasen werden stückweise gesteigert.

Schreibflink

About Schreibflink

Mein Name ist Kerstin und ich bin Mutter von 3 Kindern. Hier findet Ihr Tipps und Ideen, Ratschläge um jeden Themenbereich in welchen Kinder involviert sein können. Ratschläge die realisierbar sind, nicht immer ins Detail gehen aber Gedankenansätze für Möglichkeiten bieten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>