Pubertät – wenn Kinder heranwachsen

Die Pubertät hat so ihre Tücken. Es gibt jedoch auch eine Vor-Pubertät! Wenn ihr Kind sich also schon mit 11 Jahren anders verhält, bedenken sie das das der Beginn einer Pubertät sein kann.

Wie macht sich das bemerkbar?

Ihr Kind ist des Öfteren gereizt und frech, obwohl es eigentlich ja immer ganz lieb ist?
Sie bemerken Stimmungsschwankungen? Das und ähnliches Verhalten, welches für sie besonders auffällig ist, lässt auf eine Pubertät hindeuten. Besonders klar äußert sich eine Pubertät bei Jungen, wenn der Stimmbruch einsetzt. Der Körper verändert sich und natürlich, wie bei einer Vor-Pubertät, das Verhalten.

Wie soll man damit umgehen?

Das ist eigentlich ganz leicht. Ihr Kind braucht natürlich, wie auch ohne Pubertät, weiterhin feste Regeln. Es möchte als „Erwachsener“ behandelt werden, „respektiert werden als besonders groß“ und das kann ein bedeutender Vorteil für sie als Erziehender sein!

Der Vorteil dabei ist, das sie dem Jugendlichen immer auf gegenseitiges Verhalten verweisen können. Respekt erntet nur der, der andere respektiert. Zeigt er sich unflätig können sie ihm sagen das dieses Verhalten nicht Respekt fördert vor seiner Person, sondern Antipathie. Das wird sich bei dem Verhalten innerhalb der Gessellschaft wiederspiegeln. Solche Vergleiche macht man am besten etwas anschaulich. Wenn sie immer ganz nett um etwas bitten und ihr Kind nölt herum, dann seien sie beim nächsten Mal mal so frech und forsch wie ihr Kind. Die Frage : Na wie gefällt dir diese Art von Verhalten zu dir? wird mit sicherheit nicht mit toll beantwortet werden. Respekt zu zeigen, müssen Kinder auch erst lernen. Wir als Eltern müssen sie dabei unterstützen. EinFehler wäre, jede Unflätigkeit immer gleich persönlich zu nehmen. Ihr Kind ist in der Pubertät !Es wird oft nicht mit sich selbst zufrieden sein. Ihr Kind wird auch oft gar nicht einordnen können, warum er/ sie jetzt schlecht drauf ist.

Unsere Einstellung ist:

Kinder, die noch nicht volljährig sind, bleiben Kinder. Natürlich muss man unterscheiden, bei den Einschränkungen, zwischen großen und kleinen Kindern. Ist ja ganz logisch – denken sie? Klar, aber wie schnell passiert es, dass man selbst mal was durcheinanderwürfelt. Wie schnell kann es geschehen das man eine Schlechte-Laune Phase eines Heranwachsenden überbewertet. Gerade jetzt braucht der Pubertierende Jugendliche eine Extra-Portion Verständnis! ABER Man muss klare Fronten schaffen zwischen Entscheidungen die nur die Erwachsenen treffen und zwischen Entscheidungen, an denen der Jugendliche wachsen kann.

Welche Entscheidungen dürfen Jugendliche treffen?

Da gibt es mehr als man denkt! Man kann Freiräume einbauen wie z. B. kann sich das Kind frei entscheiden mit wem es spielen möchte, wo es spielen geht mit seinem Kumpel, welche Kleidung es heute tragen möchte, wofür es das Taschengeld ausgeben möchte oder ob es Frühstücken möchte oder nicht usw.

Dann kommen aber noch andere Entscheidungen dazu!  😉  z.B. ob es mit den Eltern Zoff anfangen möchte und dadurch Konsequenzen riskiert. Es kann auch entscheiden nicht im Haushalt zu helfen und riskiert gewisse Einschränkungen. Es kann entscheiden Vorlaut zu werden und riskiert die Konfrontation mit seinem Umfeld, es kann entscheiden immer alles bestimmen zu wollen und riskiert das keiner mehr auf es selbst eingehen mag usw.

Wie schon in einem anderen Artikel beschrieben: Auf Fehlverhalten muss eine sofortige Konsequenz folgen. Es muss ganz klar sein an welcher Position das Kind sich befindet. Ältere Kinder haben Vorzüge die jüngere noch nicht genießen können! UND GANZ WICHTIG Das Kind muss merken, das die Eltern auch in schlechten Phasen hinter ihm stehen!

Wir haben sogar Verhaltenregeln für schlechte Momente vorgegeben. Erlaubt ist es, in sein Zimmer zu gehen und dort laut zu meckern oder zu hopsen *gg*. Man kann sich verkrümeln bis man wieder Bock hat raus zu kommen! Lesen, schlafen oder Kopfstasnd machen – all das ist genehmigt. Nicht erlaubt sind unflätige Ausdrücke vor dem Rest der Familie , etwa mit Fernsehen anfangen oder gar Computer spielen ( was  bei uns nicht funktioniert, da es kein Fernseher und Computer in Kinderzimmer gibt 🙂 ), Türen zuschlagen, andere schlagen ect. – Auch hier gilt – Fehlverhalten dieser Art wird sofort mit Konsequenzen geahndet.

Schreibflink

About Schreibflink

Mein Name ist Kerstin und ich bin Mutter von 3 Kindern. Hier findet Ihr Tipps und Ideen, Ratschläge um jeden Themenbereich in welchen Kinder involviert sein können. Ratschläge die realisierbar sind, nicht immer ins Detail gehen aber Gedankenansätze für Möglichkeiten bieten.

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