Mobbing: Erkennen, Handeln und nicht in Schockstarre verfallen

Mobbing erkennen. Das ist leichter gesagt als getan. Der Begriff: Mobben bedeutet im näheren Sinne, das jemand bewusst eine Person terrorisiert. Das kann passiv sowohl als auch aktiv geschehen. Passive Aktionen gegen eine Person sind nicht offen erkennbar. Umgangssprachlich wird „hintenrum“ agiert.

Die eigenen Gefühle in bestimmten Situationen und das Bauchgefühl sind nicht zu unterschätzen. Es sind Warnsignale welche wir ernst nehmen sollten. Sie geben uns die Chance zu reagieren und dadurch uns selbst zu schützen.

Erkennen:

Wirst Du von anderen schlecht gemacht? Wird hinter deinem Rücken üble Nachrede verbreitet oder du wirst bedroht? Geschieht das in dauernder Wiederholung? Bekommst Du sinnlose Aufgaben übermittelt und wird deine Arbeit schlecht geredet? Geht es Dir zunehmend schlechter und du bist total demotiviert in den Tag zu starten, in der Vorraussicht das er wieder eine Katastrophe wird? Geht ein Gedankenkarussell in dir um mit den ständigen Fragen des Warum und Wieso? Kannst Du dich nicht mehr auf deinen üblichen Lebensalltag konzentrieren? Denkst Du alles was Du machst ist falsch und du bist kein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft? Zeigst Du vor allen Menschen deines Umfeldes ein fröhliches Gesicht und bist sobald du allein bist zutiefst betrübt? Du würdest Dich am liebsten vor dem Rest der Welt verstecken?

In der Regel beginnt bei Betroffenen die innere Stimme unaufhörlich zu plappern. Selbstzweifel und Verzweiflung nagen an ihnen. Es fällt in dieser Phase schwer sich aus dem Gedankenchaos zu befreien. Die psychische sowohl die physische Gesundheit fängt an zu leiden. .

Wenn das Gedankenchaos geballt und über längeren Zeitraum in einem umgeht, dann ist es soweit, das soziale Umfeld näher zu betrachten. Von wem genau geht der Psychoterror aus. Ist eine Person oder sind mehrere Täter auszumachen?

Wer sich darüber belesen möchte, kann hier, bei Wiki ausreichend Informationen finden.

Angewandte Methoden von Mobbing:

Den Betroffenen vor anderen demütigen, lächerlich machen, Schwächen bloßstellen, über Mimik oder Gestik abwerten.

 Weitere Aktionen können sein:

Den Kontakt verweigern, ständig unterbrechen, vor anderen Leuten anschreien, absichtlich Stress herbeiführen, direkte Gewalt anwenden oder vor anderen Menschen bewusst kränkend und herabwürdigende Aussagen tätigen.

Die Frage nach dem, warum ist, in der Regel leicht zu beantworten. Stellt Eure Gedanken mal auf Anfang und überlegt sachlich. Das ist nicht leicht einen objektiven Blickwinkel zu bekommen, aber es geht.

Ist es eine nahestehende Person, dann trennt Euch von dem Gedanken das irgendwann alles wieder gut wird. Manche Menschen sind innerlich zerfressen und bevor sie Ihre Art ändern, müssten sie sich selbst reflektieren und aktiv ändern. Das in der Vorraussicht ein erfüllteres oder entspannteres Leben zu führen. Doch wie wahrscheinlich wird das sein?

Menschen die andere Menschen mobben, mit ihren eigenen inneren schlechten Gefühlen, werden sich nur in kurzen Momenten ihrer selbst ernannten Erfolge (Mobbingerfolg) erfreuen um danach wieder in ein Loch zu fallen. Sie werden das Mobben nicht abstellen um die eigenen „sogenannten“ positiven Gefühle (das Erfolgserlebnis, etwas erreicht zu haben) für sich zu erhalten. Diese Personen brauchen Hilfe um die eigenen Differenzen zu bearbeiten.

Die Gründe für das Mobben sind so vielfältig wie die verschiedenen Charaktere des Menschen. 

In der Regel sind es niedere Beweggründe. Das können sein z. B.: Neid, Antipathie, Frust, Hass, Rache oder Eifersucht. Es ist das Ziel dem Anderen Leid zuzufügen. Vielleicht ist es auch der Versuch zuerst der zu sein der Leid bringt, bevor es einen selbst erwischt.

Egal welchen Beweggrund den Mobbing Ausführenden antreibt. Für jeden Betroffenen ist es wichtig sich aus der Schusslinie zu bringen. Wenn es alleine nicht klappt dann mit Hilfe von außen. Neutrale Personen sind Therapeuten. Sie haben Schweigepflicht und kennen Menschen die dem Betroffenen aktiv zur Seite stehen werden. Für junge Leute gibt es sogenannte Streetworker mit denen Kontakt aufgenommen werden kann. Für Schüler ist vielleicht ein Vertrauenslehrer hilfreich. Im günstigsten Fall sind die Eltern Ansprechpartner die hinter dem Kind stehen und helfen.

Resultat: Uns allen ist klar, Mobbing macht krank!

Körperliche uns seelische Symptome können Magenschmerzen, Schlafstörungen bis hin zu depressiven Verstimmungen sowie Depressionen sein.

Handeln zum Selbstschutz

In Schockstarre still zu halten und auf ein Ende zu hoffen ist in den meisten Fällen unrealistisch. Niemand hat es verdient so behandelt zu werden. Nicht einmal derjenige, der das Mobben ausführt.

Behaltet den Blick bei Euch. Das eigene Wohl im Blick, das ist der richtige Weg. Trennt Euch von dem der Euch mobbt. In jeglicher Hinsicht. Gedanklich und physisch. Jeder ist in seiner Entscheidung frei! Niemand ist verpflichtet persönliche Angriffe auszuhalten. Es ist dieser Person schlicht und ergreifend nicht wert.

Mobbing auf dem Arbeitsplatz ist ein häufiges Problem. Manche Unternehmen unterstützen solche Machenschaften leider. Es soll verhindert werden, das ein gutes Arbeitsklima herrscht. Mitarbeiter die sich gegenseitig hassen, haben mit sich selbst genug zui tun, und kommen nicht auf die Idee Forderungen an das Unternehmen zu stellen. Leider ist das eine zunehmend vertretende Methodik in bestimmten Branchen.

Nicht alle Unternehmen agieren auf diese Art. Es gibt Arbeitgeber welche Familienfreundlich sind und sich um eine positives Mitarbeiterverhältnis bemühen.

Gibt es keine Unterstützung innerhalb des Unternehmens durch Vorgesetzte oder Betriebsrat ect, ist es durchaus sinnvoll den Job zu wechseln. Während der Anstellung steht es jedem frei sich woanders zu bewerben. Nichts zu tun, wird nichts ändern.

 

Schreibflink

About Schreibflink

Mein Name ist Kerstin und ich bin Mutter von 3 Kindern. Hier findet Ihr Tipps und Ideen, Ratschläge um jeden Themenbereich in welchen Kinder involviert sein können. Ratschläge die realisierbar sind, nicht immer ins Detail gehen aber Gedankenansätze für Möglichkeiten bieten.

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