Vor dem Kauf eines E-Rollers sollten Vorteile und Nachteile von Elektroroller bis hin zum Pedelek gekannt werden. Es gibt vieles was wir in einiger Zeit an Recherche festgestellt haben. Ich will Euch von unseren Erkenntnissen mitteilen. In der heutigen Zeit ist Mobilität wichtig. Nachdem wir uns nun ein Gas-Auto gekauft haben, kam die Überlegung zusätzlich ein Kleinkraftrad angetrieben durch Elektromotor zu kaufen. Das ist gar nicht so einfach, mussten wir feststellen.
Ganz abgesehen davon, dass manche Maschinen Kinderkrankheiten haben die einem das Leben ganz schön schwer machen können. Wenn man jede Marke googelt und sich durch die verschiedensten Foren wälzt stell man schnell fest, dass es kaum fehlerfreie Maschinen gibt. Oft liest man, dass wäre gar nicht so schlimm wenn man Lust aufs Schrauben hat. In unserem Fall ist das aber schon schlimm, denn a. wir haben kaum Zeit zum schrauben und b. keine Erfahrung darin.
Als erstes hätte ich mir einen Elektroroller gewünscht. Preiswerte Modelle zu einem Preis bis zu 1200 Euro haben je nach Modell unterschiedliche aber gravierende Nachteile. In der Regel sind alle E-Roller in China oder Taiwan gefertigt worden. Lediglich die Karosserie unterscheidet sich von den Herstellern. Die Menschen in diesen Ländern sind in Ihrer Größe kleiner als wir.
Wir hätten uns einen E-Roller gewünscht, den wir gemeinsam nutzen können. Uns geht es dabei nicht vorrangig um einen Lieblingsroller, sondern wirklich nur darum Praktisches mit Nützlichem zu kombinieren. Das kann ganz schön ernüchternd sein. Ein Modell welches ich und mein Mann zusammen nutzen können gibt es in einer Preisklasse von 500 – 1800 Euro leider nicht.
Zusammenfassung: E-Roller 50 ccm
Ganz wichtig die Akkureichweite! In der Regel kann man bei einer Maschine mit 50 ccm mit einer realistischen Reichweite von 20 – 40 km rechnen. Maschinen die eine höhere Reichweite haben kosten weit über 2000 Euro. 50ccm deshalb, weil wir uns ein solches Modell kaufen wollten.
Das Akku – es gibt zwei Arten von Akkus. Das Blei-Akku und das Silizium-Ionenakku. Das Bleiakku ist um einiges schwerer als das Ionenakku, aber meiner Meinung nach robuster und preiswerter als das Ionenakku. Leider hat man bei einem Bleiakku nicht so viele Aufladungen wie ein Ionenakku. Das Ionenakku ist zwar leichter, aber teurer in der Anschaffung. Das betrifft auch ein eventuelles Ersatzakku, welches jeder E-Roller Besitzer haben sollte. Beide Arten der Akkus funktionieren am besten in der wärmeren Zeit des Jahres. Ist es draußen kalt und man sollte wirklich noch bei Minusgraden unterwegs sein, lässt die Kraft des Akkus nach. Das betrifft natürlich auch die Reichweite.
Das Gewicht – liegt zwischen 80 und 180 Kilogramm. Für eine kleine zierliche Frau könnte eine Gewichtsklasse ab 120 Kilogramm Problematisch werden. Schließlich möchte man ja nicht, dass die Maschine mit einem fährt – sondern der Mensch soll die Maschine fahren. Es sollte schon gewährleistet sein dass Mann oder Frau das Maschin`chen unter Kontrolle haben. Achtet auch darauf wie hoch die Zuladung sein darf.
Der Strom – Die Angaben der Stromleistung sollten besonders beachtet werden. Batterien, welche in China gefertigt wurden können sich von den Europäischen Herstellern ziemlich unterscheiden. Hier bei uns gibt es genormte Werte. Stehen andere Werte auf den Batterien kann es sich um ein fremdländisches Produkt handeln, welches nicht das hält was man hier erwarten würde. Fazit: Die Batterie ist evtl. schneller entladen oder schlimmstenfalls kaputt.
Das E-Bike
Wenn man das nötige Kleingeld für einen teuren E-Roller nicht locker sitzen hat und man Kompromissbereit ist, gäbe es noch die Möglichkeit ein E-Bike zu kaufen.
Nun ist aber die Frage: Möchte man wirklich mit einem Fast-Fahrrad mit Helm und Versicherungspflicht durch die Lande streifen? Ich persönlich nicht. Für junge Leute die einen Führerschein Klasse M machen ist es aber schon nicht schlecht. Es gibt schon gute E-Bikes ab 400 Euro – und das ist das, was zählt! Da ich aber keine Lust auf ein E-Bike mit Helm habe, kam die Idee auf doch mal ein Pedelek in Erwägung zu ziehen.
Das Pedelek
ist als motorisiertes Fahrrad zu betrachten. Die Tretbewegung signalisiert dem Motor anzuspringen. Hört man mit Treten auf geht der Motor aus. Und weil das bei dem Pedelek so ist, braucht man weder einen Helm noch muss man Versicherung anmelden. ABER Es fährt genauso schnell wie ein E-Bike oder eine Mofa – bis zu 25kmh. Ganz ohne Helm
Leider ist es ebenfalls nur für die wärmere Zeit zu empfehlen. Was den Führerschein betrifft, finde ich, hat es die heutige Jugend erheblich schwerer die richtige Entscheidung zu treffen. Ein Autoführerschein ist in Anbetracht auf die später mit Sicherheit hohen Nebenkosten schon fast Luxus und um eine 50-iger fahren zu dürfen bedarf es auch schon einiges an Geld um es sich leisten zu können. Aber wer weiß schon wie es weitergeht auf dem Elektro-Markt. Diesen dürfen wir mit Spannung weiter beobachten.

















